Mittelstandsvereinigung informierte Mittelständler über die konkreten Auswirkungen von Basel II

Samstag, 11. Februar 2006

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Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) lud ihre Mitglieder zu einem Workshop zum Thema Basel II nach Tauberbischofsheim. Ziel war es, an Hand von Beispielen die konkrete Umsetzung der neuen Rating- Vorschriften im Zusammenhang mit

Kreditvergaben zu erläutern. Auf Initiative Landesvorstandes der MIT unterstützte der Sparkassenverband die Veranstaltung mit der lokalen Sparkasse. Sparkassendirektor und Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Tauberfranken Edmund Brenner begrüßte die Teilnehmer. Die Sparkasse Tauberfranken werde auch unter den Regeln von Basel II ihre regionale Verantwortung für den Mittelstand wahrnehmen, so Brenner. Regionaldirektor Wolfgang Reiner erläuterte zunächst die grundsätzlichen Änderungen des neuen Rating-Verfahrens. Während bisher bei jeder Kreditvergabe für die Refinanzierung 8% des Kreditvolumens seitens des Kreditgebers mit Eigenkapital hinterlegt werden muss, entscheidet zukünftig die Bonität des Kunden im Einzelfall über den zu hinterlegenden Eigenkapitalanteil. Diese Bonität ist an Hand der Vorgaben von Basel II in Zukunft von allen Banken und Kreditinstituten zu ermitteln. Ziel der Sparkasse ist es dabei, in Gesprächen mit dem Kunden gemeinsam die richtige Bewertung des Unternehmens zu finden. Hierbei könnten aufgrund des abzuarbeitenden Katalogs rechtzeitig auch Schwächen eines Unternehmens aufgedeckt werden, bevor diese zu einem echten Problem führen und dem Unternehmen helfen, die Weichen für den Erfolg rechtzeitig zustellen.
Herr Prof. Tritschler von der Universität Stuttgart ging anschließend an Hand von Fallbeispielen auf die Kernfragen des neuen Rating- Systems ein und stellte sämtliche bei der Analyse zu berücksichtigenden Einzelaspekte dar. Dabei trat auch zu Tage, dass die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens

nunmehr wesentlich stärker bewertet werden wird, als dies in der Vergangenheit geschehen ist. Tritschler gab viele Tipps, worauf man konkret bei den einzelnen Themenfeldern achten müsse und wie man die zu liefernden Informationen am besten darstelle. Die Teilnehmer des Workshops hatten ausreichend Gelegenheit, konkrete Fragen zu individuellen Problemen zu stellen. An Hand der ihnen zur Verfügung gestellten vollständigen Fragenkataloge des neuen Bewertungssystems konnten sie ihre eigene konkrete Situation im Zusammenhang mit einer zukünftigen Bewertung leicht einschätzen. Am Ende der Veranstaltung war die eine oder andere Befürchtung gewichen, einem kleineren mittelständischen Betrieb sei es ohne fremde Hilfe aufgrund des neuen Bewertungssystems nicht möglich, zukünftig Kreditvergabegespräche erfolgreich alleine zu meistern.

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